Kopfweiden-Verlag, der Verlag mit Hintersinn

Kopfweide

Wieso ausgerechnet Kopfweiden-Verlag? Und was ist das denn überhaupt – eine Kopfweide? Die Kopfweide ist ein typischer Baum vom Niederrhein, also der Landschaft, die nahtlos in die Niederlande über geht. Der Niederrheiner ist natürlich ein Rheinländer, aber ein anderer, als der überschäumende Kölner. Hier am Niederrhein lacht man gerne, aber mit viel Hintersinn und der Bereitschaft, über Gott und die Welt tagelang zu fabulieren. Die Satire ist hier zu Hause, nicht der Sarkasmus. Harry Schmitz, schon lange tot, einer der größten, heute weithin unbekannten Grotesken-Schreiber, kommt von hier. Joseph Beuys ebenso, dessen Kunstwerke vielen als grotesk erscheinen. Hanns Dieter Hüsch, verehrt und geliebt wie kaum jemand anders am Niederrhein, hat das Bonmot geprägt „Der Niederrheiner weiß nichts, kann aber alles erklären.“

Wir wissen nicht viel über die Kopfweide, jedenfalls nichts Botanisches. Aber wir können alles erklären, nämlich dass die Kopfweide in unsere melancholische Landschaft passt, dass ihre Zweige Ruten heißen, die alle paar Jahre bis auf den Baumkopf zurückgeschnitten werden und dass man aus diesen Ruten Körbe flechten kann. Im Winter stehen die Bäume kahl in der Landschaft, im Frühjahr treiben die Zweige aus und wiegen sich im Wind.

Im Frühjahr 1994 wurde der Verlag gegründet, der sich nur mit der Herausgabe von Firmenchroniken in Buchform beschäftigte. Das hat sich nun geändert. 2013 ging das erste Buch, das sich an den Leser ganz allgemein wendet, in Produktion. Es trägt den Titel „Das absolute Mücken-Chaos“ und ist eine Geschichte in Reimen und Bildern frei nach Wilhelm Busch. Der Verlag ist Mitglied im Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.